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Lichttechnik - Lichtplanung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Tim Nowinski   
10.11.2007
Die Umsetzung des Lichtkonzeptes in die Praxis Nach Abschluss aller Planungen und der Beschaffung eventuell erforderlicher zusätzlicher Scheinwerfer, Farbfilter oder ähnlichem muss sich das Lichtkonzept nun in der Praxis bewähren. Je nach Produktionsort startet man bei mobilen Produktionen nun mit den Installationsarbeiten der Beleuchtungsanlage, ergänzt bei fertig ausgerüsteten Bühnen den einen oder anderen mobil eingesetzten Scheinwerfer und fährt die Leuchtenhängersysteme in Studios auf die erforderlichen Positionen. Sind alle Scheinwerfer gemäß des Beleuchtungsplans installiert, angeschlossen und getestet worden, kann mit dem Einleuchten der Geräte begonnen werden. Dabei wird der Lichtkegel jedes einzelnen Scheinwerfers entsprechend seiner Funktion auf das anzuleuchtende Objekt gerichtet und der Lichtausfall entsprechend fokussiert. Dies bedingt natürlich, dass alle Dekorationsteile vorhanden und an ihrem richtigem Platz postiert sind und zur Ausleuchtung von Personen entsprechende Darsteller oder Statisten bereitstehen. Auf der dunklen Spielfläche beginnt man nun mit dem Einstellen der einzelnen Scheinwerfer, wobei man Geräte mit ähnlicher Position gewöhnlich in Gruppen einleuchtet, um den späteren Gesamteindruck eines ausgeleuchteten Objektes beurteilen zu können. Ebenso sollte das Licht für Personen getrennt von der Beleuchtung der Dekoration fokussiert werden. Im Studio wird zusätzlich ein Lichtmessgerät der ständige Begleiter des Beleuchters sein, um die erzielten Lichtstärken der Ausleuchtung exakt im Auge behalten zu können. Beim Einrichten von Scheinwerfern für Personenlicht ist auf die optimale Wirkung des Lichts zu achten. Eine Person ist nur dann deutlich ausgeleuchtet, wenn die Mitte des Lichtkegels in der Nähe des Oberkörpers platziert wird und sich die Füße der Person im vorderen Randbereich des am Boden abgebildeten Lichtkreises befinden. Im Hinblick auf das Einrichten von Scheinwerfern in Fernsehstudios muss versucht werden, den Lichtausfall der einzelnen Lichtquellen am Rand des Lichtkegels so exakt wie möglich ineinander laufen zu lassen, um eine möglichst gleichmäßige Ausleuchtung ohne hohe Lichteinbrüche zu erzielen. Personenlicht mit falsch eingerichtetem Scheinwerfer Nach Einrichten aller Scheinwerfer kann mit dem Programmieren der verschiedenen Lichtszenen begonnen werden. Dabei werden die in einer Spielszene beteiligten Scheinwerfer mittels der Lichtstellanlage auf die benötigten Helligkeitswerte gestellt, die notwendigen Farben von Farbwechslern angewählt sowie die gewünschten Parameter der Moving Lights programmiert, um das vorher geplante Gesamtbild erzielen zu können. Spätestens hier zeigt sich der visuelle Effekt der Planung und können Farbkorrekturen, Änderung von Scheinwerfern oder ähnliches notwendig werden. Jede neue Lichtszene wird dabei als individuelle Lichtstimmung gespeichert, mit Blendzeiten versehen und in ihrem Zusammenspiel mit vorhergehenden und nachfolgenden Lichtwechseln überprüft. Personenlicht mit richtig eingerichtetem Scheinwerfer Als Endresultat dieser Arbeiten erhält man eine Stimmungsliste, die in chronologischer Abfolge zum Spielgeschehen alle Veränderungen von Helligkeiten, Farben oder Moving Light Positionen in Form einzelner Lichtstimmungen enthält. Während einer Aufführung wird diese Liste dann sequentiell abgearbeitet, d.h. die einzelnen Lichtszenen werden am Lichtstellpult zum erforderlichen Zeitpunkt per Tastendruck gestartet (bei Shows häufig auch automatisiert per Timecode-Signal). Auch hier sind gute Notizen notwendig, die diesen Zeitpunkt für jeden Lichtwechsel exakt festhalten (z.B. Lichtwechsel auf Text-Stichwörter). Ebenso ist es ratsam, jede Lichtstimmung mit ihrer wesentlichen Lichtveränderung kurz zu beschreiben. Modere Lichtstellanlagen bieten für diesen Zweck Texteingaben an und können die Stimmungsliste sowie den Inhalt der einzelnen Lichtstimmungen mit allen gespeicherten Parametern auf einem Drucker ausgeben, wodurch lästiges Schreiben mit der Hand entfällt.
Letzte Aktualisierung ( 10.09.2009 )
 
 
 
 
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