http://www.facebook.com/Riggingschule
 
http://www.technikwear.de/?utm_source=Eventtechniker&utm_medium=Banner&utm_campaign=Eventtechniker
Home arrow Lichttechnik arrow Moving Light arrow Söhne Mannheims und Xavier Naidoo im Doppelpack
Söhne Mannheims und Xavier Naidoo im Doppelpack PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von LMP   
14.01.2010

Was beim „Wettsingen in Schwetzingen" im kleinen Rahmen im historischen Rokoko-Theater erfolgreich begann und inzwischen auf CD und DVD platinveredelt ist, erreichte in den großen Arenen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz kürzlich seine Krönung im Rahmen einer Tournee. Den Start markierte die Open Air-Premiere auf der legendären Berliner Waldbühne.
1.jpg
2.jpg
3.jpg
4.jpg
5.jpg
6.jpg
 

Von Mitte Oktober bis Anfang Dezember präsentierten sich
die Söhne Mannheims und Xavier Naidoo anschließend in aufeinander folgenden, individuellen Konzerten erstmals gemeinsam und nicht unplugged innerhalb von Doppelveran-staltungen, ganz nach dem Motto ihrer letzten Nr. 1-Single
„Das hat die Welt noch nicht gesehen", was letztlich auch
auf das Lichtdesign zutraf.

Den Kern des Designs bildeten 38 ColorWash und 39 Color-
Spot 2500E AT II von ROBE lighting. Ferner wurden noch
BB4 und 40 Blinder eingesetzt. Die 2500er Washer waren
alle direkt auf der Bühne platziert und umrahmten den kom-
pletten Catwalk mit ihren kraftvollen und intensiven Beams.
Die 2500er Spots, montiert im Rigg, sorgten für das Effekt-
licht beziehungsweise setzten die Musiker in Szene. Auf-
fallend bei diesem sehr lichtintensiven Design war, dass Lichtdesigner Gunther Hecker kaum Gobos verwendete.
Dadurch stellte sich die Intensität der 2500er Spots und
Washes noch deutlicher dar. Auch ein buntes, bonbon-
farbiges Design gab es weder bei Xavier Naidoo noch bei
den Söhnen Mannheims. Jeder Song besaß seine eigene
Farbe und wirkte dennoch nie langweilig.

Entscheidend für die Wahl der ROBE Geräte war aber nicht
nur die Helligkeit, auch die intensiven Farben und die hervor-ragende Optik spielten eine große Rolle bei der Auswahl.
Dazu Gunther Hecker: „Außer den Effekten sind mir grund-sätzlich Features wie Betriebssicherheit, Helligkeit und Schnelligkeit der Movinglights sehr wichtig." Hier konnten
die ROBE Geräte überzeugen.

Ein weiteres Highlight der Show in Bezug auf das Lichtdesign
war eine LED-Kugel, die in das Lichtkonzept integriert worden
ist. Die Kugel entstand als Sonderbau von XL-Video und bekam jeweils zur Hälfte eine Bestückung mit über 22.000 Spiegeln respektive mit Element Labs P1 LEDs. Die Kugel war zudem verfahr- und drehbar. Auf ihr wurden Livebilder von fünf Sony Remote-Cams und drei bemannten Kameras eingespielt. Der Wunsch der Band war es dabei, dass diese Livebilder immer
eine leichte Verfremdung hatten und so vom schlichten Livebild hin zum kreativen Content mutierten.

Auf den Konzerten in Oberhausen wurde von beiden Shows
eine DVD aufgezeichnet. Hier holten sich die Verantwortlichen speziell für das Kameralicht Verstärkung ins Boot. Ollie Olma übernahm die Kontrolle über sämtliche Lichtpegel und sorgte
für eine hervorragende Basis für das Kamerateam. Das Ope-
rating hierfür übernahm ebenfalls Ollie Olma. Marc Lorenz, zuständig für Regieassistenz und Projektionstechnik: „Ollie
Olma war dank seiner großen TV-Erfahrung ein Gewinn für die gesamte Produktion, da er dem DVD-Team viele Tipps und Hinweise geben konnte."

Eine Produktion dieser Größe erfordert immer eine respek-
table Vorlaufzeit. Der Start der Vorproduktion und der ersten Gespräche erfolgte bereits im Oktober 2008. Ein erster Plan entstand im Januar 2009. Im neuen Preproduction-Studio von satis&fy in Werne, der Dienstleister zeichnete sich für die komplette technische Ausstattung der Tour verantwortlich,
gab es ein Modell, an dem schon einige Wochen vor den
Shows die ersten Entwürfe der Visuals getestet werden
konnten. Noch einmal Marc Lorenz: „Das Modell wurde um
ein ESP Vision ergänzt. Dort konnten wir drei Tage lang experimentieren. Anschließend haben wir noch einmal vier
Tage in Mannheim mit dem echten Setup geprobt, bevor wir
dann in München die erste Show hatten."

Für das Lichtdesign gab es laut Gunther Hecker keine Vor-
gaben oder Wünsche: „Natürlich muss man intensiv mit den Künstlern arbeiten. Das kenne ich aber bereits aus unserer zehnjährigen Zusammenarbeit. Ohne die Songs kann ich aber noch kein Bühnenbild erstellen - erst die Musik bringt mich
dann auf Ideen. Auch bei MTV unplugged nutzten wir bereits
das gleiche Bühnenbild mit unterschiedlichen Inhalten. Es war also wichtig, das gleiche Bühnenbild unterschiedlich wirken zu lassen."
Die enge Zusammenarbeit mit satis&fy, insbesondere mit Andreas Drees und Mike Lange, führte schließlich zu einem intensiv wirkenden und gleichzeitig funktionellen Design. Die gesamte Programmierung und Steuerung übernahm Gunther Hecker an einer Roadhog Fullboar mit Expansion Wing. Das System bestand aus zwei Konsolen und war als Fullback-
system mit einem DMX-Switcher ausgelegt.

Weitere Informationen bei LMP

Bilder: © LMP


Letzte Aktualisierung ( 13.01.2010 )
 
 
 
 
http://eshop.steinigke.de/eurolite-cob/.