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Sicherheitsprüfung beim WDR - Dekra PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Dekra Solutions   
03.07.2008

 Fernsehstudios des Westdeutschen Rundfunks sind hoch technisierte Arbeitsplätze. DEKRA hat ein Auge darauf, dass die Sicherheitstechnik funktioniert.

 

 

 

 

 

 Schlaue Antworten auf vermeintlich einfache Fragen sind die Spezialität der berühmten Maus, die stets sonntags mit ihren Lach- und Sachgeschichten im Ersten auf Sendung geht.
Produziert wird die 1971 erstmals ausgestrahlte Wissenssendung im Filmhaus des WDR in Köln, genauer: im Studio E, ein Steinwurf vom Dom entfernt.

Wie ist es um die Sicherheit in einem Fernsehstudio bestellt?
Wie viele und welche Scheinwerfer werden für eine Talkrunde wie „Hart aber fair“ benötigt?
Was genau macht ein DEKRA Prüfingenieur, der Leuchtenhänger, Punktzüge und Rundkulisse unter die Lupe nimmt?
Diese Fragen könnte sich die Redaktion der „Sendung mit der Maus“ für einen Beitrag übers eigene Studio stellen.
Der richtige Mann zur Beantwortung von Frage eins ist Sascha Schlößer, der als Fachgruppenleiter Studio für die Ausstattung einer Sendung zuständig ist.

Er weiß zum Beispiel auch, dass die Ausleuchtung eines Moderators an der Theke mindestens vier Scheinwerfer erfordert. Ein Scheinwerfer von vorne für die Führung. '
Dazu ein Scheinwerfer von jeder Seite und die Spitze – das ist der Scheinwerfer direkt über dem Moderator, der mit seinem Licht den Schattenwurf der Führung verhindert. Wechselt der Moderator im Verlauf der Sendung den Standort, muss auch diese Bewegung optimal ausgeleuchtet sein.
Für Dekorationen und Sofas, auch für die Gäste, sind weitere Lichtquellen nötig. Unterm Strich sind pro Sendung bis zu 60 Scheinwerfer eingeschaltet. „Geht es in der Talkrunde heiß her, liegt das nicht immer nur am Thema. Das Licht der Scheinwerfer kann eine so große Hitze entwickeln, dass darin die Schminke der Studiogäste wie Butter schmilzt“, weiß Schlößer.

Viele der Studioscheinwerfer hängen an kräftigen Teleskoprohren, die wie Stalaktiten in einer Tropfsteinhöhle scheinbar aus der Decke des Studios wachsen. Für den Moderator ist das nichts Besonderes.
Manche Studiogäste ziehen bei ihrem ersten Auftritt jedoch den Kopf ein – vielleicht könnte sich einer der bis zu 25 Kilogramm schweren Scheinwerfer doch aus seiner Verankerung lösen?

 Diese Sorge ist aber unbegründet, schließlich gibt DEKRA für die Sicherheit des Studios Brief und Siegel. „Dass Menschen unter schwebenden Lasten arbeiten, gibt es nur in Branchen mit szenischen Darstellungen. Der Gesetzgeber schreibt daher aufwändige Sicherheitsmaßnahmen vor, damit vom Equipment unter der Studiodecke keine Gefahr für die Menschen ausgehen kann“, erläutert Bernhard Doll von der DEKRA Testing & Inspection.
Der Prüfingenieur, der außer WDR und ZDF auch das Schauspielhaus und die Oper in Köln betreut, gehört zum Kreis der „ermächtigten Sachverständigen“ – in Deutschland gibt es gerade einmal 50, die diese Speziallizenz der Berufsgenossenschaft besitzen. Das Reglement fürs Fernsehstudio sieht alle vier Jahre eine Überprüfung der Sicherheitstechnik und der maschinentechnischen Einrichtungen durch den Sachverständigen vor. Zusätzlich ist einmal im Jahr eine Prüfung durch einen Sachkundigen fällig. Diese Aufgabe übernimmt ein Technikerteam des WDR in Eigenregie. Da der Sender in Köln und in den Regionen 25 Fernsehstudios mit rund 2.000 prüfpflichtigen Teilen unterhält, bedeutet das für die Techniker und Sachverständigen jede Menge Arbeit, weil alle Geräte einzeln auf Herz und Nieren zu kontrollieren sind. „DEKRA Testing & Inspection bringt vielfältige Erfahrungen in die Studioprüfungen ein“, sagt Schlößer.
 „Wird bei einem Gerät im Studio eines anderen Senders ein Fehler entdeckt, prüft DEKRA das auch beim WDR-Equipment nach.“ Bei einem Leuchtenhänger zum Beispiel nimmt sich Doll die Fixierung des Scheinwerfers am Teleskoprohr vor, außerdem den Betriebsendschalter und den Notendschalter am elektrischen Antrieb. Die Schlaffseilsicherung, ein Sicherheitssystem des Leuchtenhängers, tritt in Aktion, wenn bei einem ausfahrenden Teleskoprohr das Zugseil nicht mehr belastet wird. Das kommt vor, wenn ein Hindernis – etwa ein Wandaufbau in einer Kulisse – den Fahrweg des Teleskoprohrs blockiert. Der Scheinwerfer liegt dann auf dem Hindernis auf. Ohne Sicherung würde sich das Seil weiter abwickeln, ein kleiner Stoß gegen die Wand und der Scheinwerfer knallt nach freiem Fall auf den Boden. Dieses Szenario verhindert die Schlaffseilsicherung, indem sie das System rechtzeitig abschaltet. Doll dokumentiert jede Prüfung im Prüfbericht, dazu gibt’s eine Prüfbescheinigung.

Der aktuelle Bericht fürs Studio E? Die Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen. „Keine Mängel. Gegen einen Weiterbetrieb bestehen aus Sicht des Sachverständigen keine Bedenken.“

Joachim Geiger Dekra Solutions 2/2008

Noch Fragen?
Andreas Geck
Leiter Region West-Mitte
Regional Manager West Central
DEKRA Testing & Inspection GmbH
Tel +49.2 21.58 96 07-10
Fax +49.2 21.58 96 07-22
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Letzte Aktualisierung ( 03.07.2008 )
 
 
 
 
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