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Ein historischer Dampfantrieb und eine moderne Digital-Engine von Yamaha PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Yamaha Commercial Audio   
25.01.2011

Ein historischer Dampfantrieb und eine moderne Digital-Engine von Yamaha setzen sich Seite an Seite für die "Eisenbahnkinder" ein
 
Solange man sich nicht gerade unter Eisenbahn-Fans befindet, ist es eher ungewöhnlich, wenn eine alte Dampflok mitten auf einer Bühne vor einer verzückten Menschenmenge steht. Doch genau das war bei der neuesten Bühnenproduktion von Edith Nesbits Kinderbuchklassiker "Die Eisenbahnkinder" der Fall. Weniger überraschend ist hingegen, dass bei der realistischen Umsetzung dieses spektakulären Schauspiels eine Yamaha-PM5D-Konsole und eine DME64N-Mixing-Engine entscheidende Beiträge leisteten.
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Schon die eigens für die Produktion angelegte Spielstätte hatte es in sich, befand sie sich doch inmitten Londons berühmter Waterloo Station rund um die ehemaligen Eurostar-Gleise. Die eingangs erwähnte historische Lokomotive, eine Stirling Single No.1, gehört eigentlich dem National Railway Museum (NRM). Der wunderschöne Oldtimer ist ein Originalstück und zog vor sage und schreibe 140 Jahren Waggons auf der Great Northern Route von London nach York, Lincoln und Sheffield.
 
Die Waterloo-Produktion war ursprünglich nur für den Verlauf der Sommerferien vorgesehen und sollte ausschließlich im Museum selbst stattfinden. Aber sie erwies sich als derart erfolgreich, dass man sie spontan bis zu den Weihnachtstagen weiterlaufen ließ. Die Briten verbinden die "Eisenbahnkinder", Originaltitel "The Railway Children", tatsächlich intensiv mit der Weihnachtszeit, denn eine romantische Verfilmung des Nesbit-Buches von 1970 gehört im britischen Fernsehen seit 40 Jahren zu Weihnachten wie "Dinner For One" zu Silvester.
 
Gespielt wurde das Stück auf einer Fläche von 45 x 6 Metern (Breite x Tiefe), die sich über zwei Bahnsteige und zwei Schienen erstreckte, von denen eine abgedeckt wurde. Durch rollende "Trucks" wurden die Gleise geschickt ins Bühnengeschehen einbezogen, wobei der dramatische Höhepunkt natürlich dem Auftritt von Lokomotive Nr. 1 vorbehalten war.
 
Die Audiotechnik wurde von der auf Theaterproduktionen spezialisierten Firma Orbital bereitgestellt. Zum Equipmentpark zählten auch ein Yamaha PM5D und eine DME64N im Herzen des Systems. Eine große Herausforderung für Sounddesigner Craig Vear und seinen Kollegen Ed Clarke stellte der extrem breite Spiel- und Zuschauerbereich dar. Das hieß natürlich, dass die Beschallung für die Schauspieler und für die Soundeffekte ähnlich stark in die Breite gezogen werden musste.
 
Der Problematik widmete sich ein geflogenes System, das zunächst einmal aus zehn d&b-Lautsprechern an einer zentralen Traverse für Musik und Effekte und zehn weiteren für Delaylines bestand. Dazwischen standen 14 weitere d&b-Boxen für Sprachbeschallung und Haupteffekte.
 
An dieser Stelle erwies sich die DME64N als besonders nützlich. Sie doppelte die 24 Ausgangskanäle des PM5Ds (16 für Effekte und acht Sprecher-Mischungen). Das Sprachsystem konnte so in acht verschiedene Zonen aufgeteilt und jeder einzelne Sprecher-Kanal je nach Position des gerade sprechenden Schauspielers auf der Bühne auf die entsprechende Box in seiner Nähe geroutet werden. Darüber hinaus steuerte die DME die Lautsprecher unabhängig voneinander. Jede Box hatte ihren eigenen Pegel und eigene Delay-Einstellungen. Und wenn nun ein Schauspieler sich doch unerwartet in eine andere Zone bewegte und dort sprach, konnte das Zonensystem problemlos dementsprechend angepasst werden.
 
"Wir hatten hier eine recht komplexe Show zu bewältigen. Auf dem PM5D lagen etwa 400 vorprogrammierte Szenen, mit 300 Cues, die auf visuelle Zeichen hin eingestartet wurden und noch einmal 120 Cues auf Zuruf. Manchmal rasten wir für die Einteilung in die Sprecher-Zonen alle drei Minuten durch 40 Cues ", so der Sound-Operator der Vorstellung, Luke Freeborough.
 
"Die Herausforderung begann vor allem dann, wenn ein Schauspieler seine Position verließ", so Luke weiter. "Dann muss ich seine Stimme manuell durch die Sprecher-Zonen bewegen. Aber weil das PM5D und die DME so hervorragend konfiguriert sind, gab es dabei keinerlei Probleme." 
 
Ironischerweise war es vor allem der geschäftige Bahnhof Waterloo selbst, der Luke alles abverlangte. Die Eurostar-Bahnsteige sind zwar außer Betrieb, aber der Rest des Bahnhofs ist der am höchsten frequentierte in ganz Großbritannien. Hier werden immerhin 88 Millionen Passagiere jährlich abgefertigt.
 
"Der Bahnhofslärm war ein echtes Problem, und zwar vor allem der von Bahnsteig 19, weil sich dieser direkt hinter uns befand", so Luke weiter. "Und selbst normaler Regen kann sehr stören, wenn er über uns auf das Dach prasselt. Manchmal mussten wir auch den allerletzten Headroom aus dem System quetschen."
 
"Aber mit dem PM5D und der DME war ich extrem zufrieden. Ich habe seit bestimmt sechs Jahren immer wieder mit Yamaha-Equipment zu tun und bin vom exzellenten Zusammenspiel der Geräte mehr als begeistert. Wenn ich die Geräte kaskadiere, also miteinander verknüpfe, kann ich mit hoher Geschwindigkeit Szenenwechsel herbeiführen. So macht die Arbeit Spaß."

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Bild: Yamaha Commercial Audio


Letzte Aktualisierung ( 25.01.2011 )
 
 
 
 
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