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Compulite Dimmeranlage für Oper Graz


Die Oper Graz ist eines der bekanntesten Opernhäuser Europas. Bereits im 17. Jahrhundert sind Opernaufführungen in Graz nachzuweisen. Der erste Theaterbau – eine umgebaute Remise der Hofstallungen – wurde 1736 für Opernaufführungen zur Verfügung gestellt. Ungeachtet der nicht sehr aufwändig ausgestalteten Räumlichkeiten war das Programm auf dem Höhepunkt der damaligen Zeit; man spielte Gluck und Pergolesi, die Avantgarde der damaligen Zeit, und erwarb einen solch guten Ruf, dass Kaiserin Maria Theresia das sogenannte Vizedomhaus in der Grazer Hofgasse für einen Theaterbau zur Verfügung stellte. 1776 wurde das »Nationaltheater oder Ständische Theater« am Freiheitsplatz eröffnet (an derselben Stelle befindet sich heute – nach zahlreichen Umbauten – immer noch das Grazer Schauspielhaus).
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Schließlich sollte der Glanz der Grazer Oper auch äußerlich seine Bestätigung finden. Das renommierteste Architektenduo der k. u. k. Monarchie, Ferdinand Fellner und Hermann Helmer, wurden mit der Planung des Opernhauses beauftragt. Besonderer Wert wurde auf die an den Barock beziehungsweise das Rokoko angelehnte Ausstattung des Zuschauerraumes gelegt, gehalten in den Farben Gold, Weiß und Rot. Das Fassungsvermögen beträgt rund 1200 Sitzplätze, über 40 Logen und eine reich ausgestaltete Inneneinrichtung prägen das Gebäude. Eröffnet wurde das Haus am 16. September 1899 mit Schillers »Wilhelm Tell«.

In der Spielzeitpause 2010 wurde die in die Jahre gekommene alte Dimmeranlage ersetzt. Die Firma LSS aus Altenburg war mit der Erneuerung beauftragt. Passend zu den vorhandenen Compulite Vector Lichtstellpulten wurde ein Compulite CompuDIM Dimmersystem installiert.

Die 11 Dimmerschränke mit insgesamt 686 Stromkreisen sind auf 2 Dimmerräume verteilt. Durch die flexible modulare Bestückungsmöglichkeit der Schränke konnte das Dimmersystem optimal an die Anforderungen angepasst werden. Es wurden 8 Moduleinschübe mit 1x10kW, 115 mit 2x5kW und 76 mit 4x3kW sowie 36 Moduleinschübe für 72 über VIP90 geregelte Leuchtstofflampen eingebaut. Jedes Modul ist mit einem eigenen FI-Schalter bestückt. In jedem Schrank arbeiten ein Haupt- und ein vollredundanter Backup-Prozessor.

Die komplette Anlage ist per Ethernet vernetzt und kann über einen Rechner von der Lichtregie aus fernüberwacht und auch konfiguriert werden. Hinzu kommen Wand- und 19“- Dimmer für Saal- und Sonderbeleuchtungsaufgaben.

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Bilder: Feiner Lichttechnik

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