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MA zaubert mit den Ehrlich Brothers: Erste Magieshow in einem Fußballstadion stellt neuen Weltrekord auf

Die Ehrlich Brothers, ins Lebens gerufen von den Brüdern Andreas Ehrlich und Chris Ehrlich, sind seit einigen Jahren höchst erfolgreich mit ihrer Magieshow unterwegs. Jetzt sind sie als erste deutsche Magier überhaupt in einem Fußballstadion aufgetreten. In der Commerzbank-Arena in Frankfurt inszenierten sie unter dem Titel „Magic – Die einmalige Stadionshow“ ein gigantisches Zauberspektakel und zeigten Höhepunkte aus ihrer aktuellen Show sowie Weltpremieren ihrer Illusionen. Unter anderem führten sie gemeinsam mit den Besuchern eine Illusion auf, die sie eigens für das Stadion entwickelt hatten und die das komplette Fußballfeld einnahm. Parallel dazu stellten die Ehrlich Brothers noch den Weltrekord für die Zaubershow mit den meisten Besuchern auf.

Vor Ort war mo2 design mit Manfred „Ollie“ Olma als Lichtdesigner und lichtsetzender Kameramann verantwortlich für das komplette Lichtdesign und alle Kamerabilder. Dies umfasste das Show-Licht inklusive kameragerechter Ausleuchtung von Bühne und Stadion mit den Bereichen Lichtdesign, Lichtplanung und Licht-Operating. Dazu kamen Fachplanung Video, Content-Design und Operating Medienserver. Darüber hinaus war mo2 design für die Ü-Technik und Kameratechnik zuständig, was einerseits dem Team vor Ort große gestalterische Freiheiten ermöglichte und andererseits die gesamten Kompetenzen von mo2 design anschaulich zeigte.

Während Marcus Krömer die Tour-Produktion als Lichtdesigner begleitet hatte, entwickelte Manfred „Ollie“ Olma mit seinem Unternehmen mo2 design gezielt das Lichtdesign für den Event in Frankfurt, der auch für eine DVD-Produktion genutzt wurde. Zum Einsatz kam dabei ein MA System bestehend aus 5 x grandMA2 full-size, 4 x MA VPU plus MK2 (Video Processing Unit) und 10 x MA NPU (Network Processing Unit) sowie unter anderem 264 x Clay Paky Sharpy und 8 x Robert Juliat Lancelot. Insgesamt waren rund 2.000 unterschiedliche Scheinwerfer im Stadion installiert.

„Ollie“ Olma und Matthias Allhoff, zuständig für Planung und Projekte bei mo2 design, erläuterten im Gespräch ihre Herangehensweise an das Projekt.

Die Helligkeit im Stadion, Showbeginn war 20 Uhr und das Stadion ließ sich nicht verdunkeln, war ein Thema, das Olma bei seiner Arbeit beschäftigte: „Wir mussten die Räume im Stadion mit Farbe füllen, da definierte Beams auch mit Einsatz der Hazer zu Showbeginn nicht zu schaffen waren. Die Looks der Tour auf ein Stadion zu adaptieren war die eigentliche Herausforderung – das bedeutet ja schlicht und einfach, ich habe deutlich mehr Fläche. An vielen Stellen ging es mir darum, mit Licht den Betrachter zu führen, Aufmerksamkeit zu lenken ohne vom Künstler abzulenken. Auch ist es bei einer Magieshow extrem wichtig, präzise zu arbeiten, das zu betonen, was der Zuschauer sehen darf und das geschickt zu verbergen, was nicht gezeigt werden soll. Eine weitere Herausforderung war die Center-Stage, die es neben der Main-Stage gab. Hier mussten wir eine 270° Fläche abdecken. Für diese Aufgabe haben wir drei Ebenen über der Center-Stage mit Beamlights geschaffen (Sharpy) und noch vier weitere Ebenen mit LED-PARs, um für das Kamerabild die Abdeckung und Tiefe zu gewährleisten.“

„Ein großer Vorteil der MA Systemumgebung ist, dass wir im Multi-User parallel an der Show arbeiten können, was neben der Vorvisualisierung in MA 3D ein entscheidender Zeitvorteil ist“, erläuterte Allhoff. „Gerade bei einer Produktion wie dieser, in der wir ein extrem kleines Zeitfenster vor Ort haben, hilft uns das ungemein.“

„Nachdem ich bereits im November letzten Jahres mit den ersten Entwürfen begonnen hatte, haben wir mithilfe von MA 3D die Visualisierungen programmiert“, führte Olma weiter aus. „In Frankfurt haben wir weiter in der virtuellen Umgebung mit MA 3D gearbeitet, wenn uns die Live-Programmierung aufgrund von Aufbau und Proben nicht möglich war.“

Allhoff erläuterte: „Die Tools, die MA rund um die Pulte bietet, erleichtern uns das Leben bei Projekten wie diesen. Unter dem Strich sind wir MA affin und arbeiten gern mit MA 3D.“

„Alle Videoflächen haben wir über die MA VPU bespielt“, berichtete Allhoff. „Dabei haben wir davon profitiert, dass die MA VPU seit dem letzten Software-Update sowohl Content umsetzen kann, der größer als HD ist, zum Beispiel 4K, und auch, dass wir jetzt einen Alphakanal haben.“ Manfred Ollie Olma ergänzte: „Alle Signale wurden an den Kameras in 4K aufgezeichnet. Die Übertragung aller Signale erfolgte als HD in den Ü-Wagen. Dort passierter der Live-Schnitt für das Sendebild (Regie 1) und das Stadion (Regie 2). Die Signale der MA VPU gingen auch in den Ü-Wagen und wurden als Signal in Regie 2 wie die Kameras geschnitten und auf die Wände gesendet.“

Marcus Krömer war als Programmierer/Operator Show vor Ort. Tobias Reinartz war als Programmierer/Operator TV tätig. Moritz Herdt war als Operator Medienserver tätig und Max Brokbals für den Support zuständig. Oberbeleuchter war Tobias Hann, das Content Design übernahm Saskia Olma. Die POOLgroup GmbH lieferte das Equipment. Dienstleiter der Ü-Technik war die TopVision Telekommunikation GmbH & Co. KG.

Fotos: ©Ralph@Larmann.com

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