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Puccini auf der Bregenzer Seebühne: MA Lighting und Robert Juliat setzen Turandot in Szene

Giacomo Puccinis letzte Oper Turandot basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von Carlo Gozzi. Die Oper wurde erst nach Puccinis Tod von Franco Alfano nach den Skizzen und Aufzeichnungen Puccinis vollendet. Ihre Uraufführung fand am 25. April 1926 in der Mailänder Scala statt. Turandot ist die Prinzessin in einer Erzählung aus der orientalischen Sammlung Tausendundein Tag, die jeden Brautwerber köpfen lässt, der ihre Rätsel nicht lösen kann. Die Oper wurde jüngst auf der Seebühne Bregenz im Rahmen der Bregenzer Festspiele aufgeführt. 

Lichtdesigner Davy Cunningham verwendete für die Aufführung unter anderem 1 x grandMA2 light, 1 x MA onPC command wing, 1 x MA NPU (Network Processing Unit) und 1 x MA 4Port Node zur Lichtsteuerung sowie 4 x Robert Juliat D’Artagnan.

Reinhold Müller, Leiter Abteilung Licht, erklärte: „Da unser Festival sehr vielseitig ist und wir im Sommer hauptsächlich Opern im Winter jedoch eine große Anzahl an Konzerten, Galaabenden, Kongressen sowie Gastspielen haben, war es uns wichtig, ein System zu verwenden, das beiden Anforderungen gerecht wird. Ebenso wichtig war es uns, ein identisches System für die Seebühne, das Festspielhaus und die Werkstattbühne zu finden. Dieser Anforderung wird unserer Meinung nach nur ein System von MA Lighting gerecht.“

„Es ist jedes Jahr aufs Neue eine Herausforderung, ein Setup auf die Beine zu stellen, das den Anforderung der Seebühne entspricht“, fuhr Müller fort. „Die Bühne steht zu 100 Prozent im See und so sind die Kabelwege sowie manche Scheinwerferpositionen auf oder unter Wasser zu finden. Ebenso spielt der Faktor Wetter eine große Rolle. So müssen wir Wege finden, sensible Geräte wie Moving Lights oder die LED-Wand mit 10 Meter Durchmesser für zwei Monate trocken und spielbereit zu halten. Diese Dimensionen und die Tatsache, dass wir nicht wie ein herkömmliches Theater Bühnenzüge oder Brücken zur Verfügung haben, sind nicht zu vernachlässigen. Für jeden Scheinwerfer muss daher eine Position im Set gefunden werden. Als Hängemöglichkeit muss meist für Scheinwerfer eine eigene Aufhängung gebaut werden. Daher dauern Umbauten oftmals mehrere Tage und nehmen mehrere Personen in Anspruch. Ebenso sind Distanzen ein Thema für sich. Beispielsweise haben wir von der Regiezone bis zur Mitte der Bühne schon einen Abstand von ca. 90 Meter. Unser Bühnenbild misst dazu 72 Meter Breite und 27 Meter Höhe.“

Adrian Boss und Florian Herschel arbeiteten als Operator Licht, Nino Walser als Operator Video.

Fotos: © Ralph@Larmann.com

 

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