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Lawo mc²56 ist Frankreichs nächster „Rising Star“

Rising Star ist der neueste Reality-TV Song Contest und erobert momentan Frankreich im Sturm. Jeden Donnerstagabend wird die Show auf M6, Frankreichs erfolgreichstem privaten TV-Sender, live ausgestrahlt. Das Format von „Rising Star“ kommt aus Israel, wo die Show ebenfalls ein Riesenerfolg war. Im Gegensatz zu anderen TV Song Contests, in denen eine Jury aus Prominenten über Sieg oder Niederlage entscheidet, gibt es zwar auch hier ein Panel aus Promi-Experten – diese liefern aber nur Meinungen und Kommentare. Entscheidend für die Bewertung sind die Stimmen der Zuschauer, die in Echtzeit mit Hilfe einer kostenlosen Smartphone-App darüber abstimmen können, ob ein Kandidat in die nächste Runde kommt oder ob nicht.

Aus technischer Sicht beschreitet die Show ganz klar neue Wege. Das gilt auch Backstage: Euro Media, europäischer Marktführer für die Bereitstellung von Broadcastdienstleistungen, ist verantwortlich dafür, „Rising Star“ auf Frankreichs Bildschirme zu bringen. Von Euro Media wiederum wurde das in Paris ansässige Unternehmen Yasta damit beauftragt, die Musik-Vormischung für die Ü-Wagen zu leisten. Yasta ist spezialisiert auf Live-Aufnahmen und das Abmischen erstklassiger Künstler und großer Events für Broadcast, entweder via TV oder Internet-Streaming. Entwickelt von Yasta wurde eine schlüsselfertige digitale Audio-Recording/Mix/Netzwerklösung um ein mc²56 und in Verbindung mit Optocore Netzwerk-Modulen. Yasta selbst hatte großes Interesse daran, sein Audio-Workflow-Management in einer TV-Studio-Umgebung zu testen, so dass sie zusätzlich zur Musik-Vormischung gleich das Angebot machten, auch die gesamte Audiosignalkette von der Bühne bis zum Ü-Wagen einzurichten und zu verwalten.

"Bei einer traditionellen Lösung in einer TV-Studio-Umgebung würde wahrscheinlich der Ton auf der Bühne über analoge Mikrofone abgenommen, die Signale dann gesplittet und an die jeweiligen Empfänger weitergereicht (FOH, Monitor, Premix, Ü-Wagen etc.)", erklärt Yasta Mitbegründerin, Louise Bardet, die für die Musik Vormischung bei „Rising Star“ verantwortlich ist. "Das wäre dann immer nur eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung, auf die niemand zugreifen könnte. Unsere Lösung unterscheidet sich davon dahingehend, dass sie von der Bühne bis zum Ü-Wagen durchgängig digital ist. Im Fall von „Rising Star“ sind also alle Mikrofone (mit Ausnahme der Moderatorenmikrofone) sowohl digital als auch völlig transparent. Jeder in der Kette hat von überall im Netzwerk Zugriff auf sämtliche Signale. Sollte also irgendetwas innerhalb der Kette schiefgehen, kann das Signal sofort nahtlos von überall aufgerufen und umgeleitet oder auf andere Weise beeinflusst werden.“

"Es ist die Kombination von Lawo mit Optocore, die diese Lösung so einzigartig leistungsfähig und flexibel macht", ergänzt Louises Kollege und Mitbegründer von Yasta, Benoit Gilg. "Die Größe und Leistung des Lawo Routers ist einfach fantastisch. Besondern jetzt, wo Lawo Optocore die Möglichkeit bietet, die DALLIS Schnittstelle zu emulieren. Es ist nun so, als ob die Konsole ihre eigenen I/O-Karten sieht, und man kann nun die Optocore Vorverstärker steuern, als ob es die des Lawo Pultes wären. Das bedeutet, dass wir die geballte Kraft von Lawo und Optocore für optimale Ergebnisse nutzen können. "

Und wie sieht es mit dem mc²56 Mischpult aus? "Wir sind absolut beeindruckt von der Leistungsfähigkeit der Routingmatrix, die besonders wichtig ist für uns und dafür, wie wir das Pult nutzen. Aber natürlich ist auch das mc²56 an sich schon ein absolut faszinierendes Mischpult", so Louise. "Die Klangqualität ist einfach unvergleichlich. Schon bevor man das Signal irgendwie bearbeitet hat, ist es bei dieser Konsole „musikalischer“ als bei jedem anderen Pult, das wir bisher genutzt haben. Ich bin auch begeistert vom flüssigen Workflow und der einfachen Anpassung der Bedienoberfläche, je nach Aufgabe und bevorzugter Arbeitsweise. Speziell bei diesem Projekt ist es ein großer Pluspunkt, dass ich alle digitalen Mikrofone direkt von der Konsole aus verwalten kann."

Yasta nutzt bei dieser Produktion insgesamt beeindruckende 768 Audiosignale. Und tatsächlich werden mit Ausnahme der analogen Moderatoren-Mikrofone, die vom Ü-Wagen aus gemischt werden, sämtliche digitalen Mikrofone einschließlich der Ambiente-Mikrofone von Louise vorgemischt, bevor sie an den Ü-Wagen übergeben werden. In einem traditionellen analogen Setup würden die Signale der Ambiente-Mikros zum Ü-Wagen geschickt und dort direkt mit den Videosignalen gemischt und gesendet. In Yastas durchgängig digitaler Implementierung, in der die digitalen Mikros vom mc²56 verwaltet werden, ist es dagegen sinnvoll, diese auch zusammen mit allen anderen Mikros in einem Rutsch zu bearbeiten. Und falls sich doch eine andere Arbeitsweise mit den Ambiente-Mikros als sinnvoller herausstellen sollte, dann sei es, so betont Louise, eine Sache von wenigen Augenblicken, sie zu Re-Routen und direkt in den Ü-Wagen zu schicken. "Wir können buchstäblich alles mit diesem Netzwerk machen, was wir uns vorstellen können", sagt Benoit. "Das ist das Schöne daran. Außerdem ist diese Lösung nicht nur flexibler und leistungsfähiger als jede traditionelle Lösung, letztlich ist sie auch weitaus kostengünstiger, da wir nun in der Lage sind, Ressourcen zu bündeln und so eine kostspielige Doppelung der Ausrüstung vermeiden. Und auch hinsichtlich der Verkabelung ist nun vieles einfacher. Wir freuen uns sehr, dass Euro Media uns die Freiheit gibt, unsere Methoden im Rahmen von „Rising Star“ zu beweisen, und ich hoffe, dass dies uns weitere Türen für die Zukunft öffnet. "

 

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