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satis&fy mit Joe Cocker auf großer Europatournee

 

Auch nach mehr als 40 Jahren im Musikbusiness zieht es Rocklegende Joe Cocker immer noch zurück auf die großen Bühnen dieser Welt. Mit einem Konzert in Warschau am 28. Mai beschloss er seine aktuelle Europatournee. Allein in Deutschland absolvierte er von April bis Mai 19 Auftritte. Immer mit dabei: drei Techniker der AG (), verantwortlich für die Beschallung.

Copyright Foto: Ralph Larmann

Eine Woche lang wurde in Nizza geprobt, dann ging die „Fire it up“-Tour in der südfranzösischen Stadt los. Wegen der großen Distanzen zwischen den einzelnen Konzerthallen und der kurzen Aufbauzeiten vor Ort wurden das tonnenschwere satis&fy Ton- und Bühnen-Equipment kompakt in verpackt, vormontiert und vorverkabelt. Der für die Tour von satis&fy vorgesehene technische Teppich war beachtlich. Insgesamt befanden sich 24 x K1 von L’Acoustics sowie 24 x KUDOs und 12 KIVAs im Tour-Gepäck.

Bereits im Vorfeld der Tour hatte satis&fy-Systemingenieur Arnd Wagner viel zu tun, um sich auf die verschiedenen Beschallungssituationen der Hallen und Beschallungsanforderungen wie Ausrichtung und Winkel einzustellen. „In Mannheim gab es zum Beispiel Acrylglas-Balustraden an den hinteren Rängen. Wir haben hier durch 3D-Modellierung der Venue im Vorfeld den Abstrahlwinkel der Frontline-Arrays abgesenkt und  hinten die Delay-Lines unterhalb der abrollfähigen Rundum-Vorhänge geflogen, um die Klangwiedergabe an den hinteren Lautsprechersystemen zu verzögern und um Überlagerungen mit der Frontline zu vermeiden“.

Wie bei den meisten Konzerten üblich, wurden auch auf der Joe Cocker Tour alle Töne analog unter anderem mit Mikrofon und Pick-ups erfasst und über das Beschallungssystem wiedergegeben. Besonders bei Cocker ist allerdings, dass alles dazwischen komplett digital gefahren wurde. Diese Besonderheit wurde vorab minutiös geplant und technisch umgesetzt, unter anderem mit 96-KHz-Glasfasernetz und -Audio- und IP-Interface. Außergewöhnlich, aber praktisch war darüber hinaus die Tatsache, dass die satis&fy Crew und auch die diversen Vorgruppen Monitor-Pult, ein Profile, und Bühnen- von Joe Cocker nutzen durften. „Nicht üblich bei internationalen Gigs“, weiß Arnd Wagner. Bei der Backline auf der Bühne setzte satis&fy auf eine doppelte Auslegung: 120 und 230 Volt. Das rührt daher, dass ein Teil der Joe Cocker Backline aus Amerika kommt, wo 120 Volt gängig sind. 

satis&fy begleitet Joe Cocker bereits zum dritten Mal auf Tour. Man sei eigens von Mad Dog Touring, Inc. angefordert worden. „Sehr wahrscheinlich, weil wir einfach einen guten Job machen“, erzählt Wagner augenzwinkernd.

 

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