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Sennheiser Digital 6000 rockt beim ECHO 2017

Ein Jahr nach seinem 25. Geburtstag präsentierte sich der Deutsche Musikpreis ECHO mit einem neuen Konzept – erstmals wurde die renommierte Musikgala im aktuellen Jahr vom Privatsender VOX übertragen. Neuerungen waren auch bezüglich der Veranstaltungstechnik zu vermelden: Sennheiser Digital 6000 Drahtlossysteme riefen bei nationalen wie internationalen Künstlern und Technikern reges Interesse hervor und überzeugten am 6. April 2017 bei ihrer ECHO-Premiere in Halle 20 der Berliner Messe mit einer fantastisch klingenden Premium-Performance. Die Digital 6000 Systeme inklusive Dante-Schnittstelle wurden von der Black Box Music Veranstaltungstechnik GmbH geliefert.

 

Drei brandneue Sennheiser EM 6000 Doppelempfänger wurden im Rack von zwei mit insgesamt sechs BA 60 Charger-Modulen bestückten L 6000 Ladegeräten flankiert. Mit ihren selbst unter schwierigen Lichtverhältnissen problemlos ablesbaren OLED-Displays sowie einem ästhetischen, ebenso wertig wie zeitlos wirkenden Design hoben sich die EM 6000 Receiver bereits mit ihrer äußeren Erscheinung deutlich von der übrigen Drahtlostechnik ab. 

 

Nahtlose Integration

Der praktische Einsatz der innovativen Sennheiser Spitzensysteme stellte sowohl für Svenja Dunkel als auch für ihren Kollegen Tom Haubrich eine Premiere dar, wobei beide Drahtlosspezialisten in der Vergangenheit bereits Erfahrungen mit dem „Wireless Masterpiece“ (Sennheiser Digital 9000) sammeln konnten, von welchem das Digital 6000 System abgeleitet ist. 

 

Nachdem die neuen Sennheiser Digitallösungen in der Messehalle eingetroffen waren, konnte die Ersteinrichtung schnell bewerkstelligt werden: „Die Digital 6000 Systeme ließen sich nahtlos in das bestehende analoge Drahtlos-Setup einfügen“, berichtete Svenja Dunkel zufrieden. „Wir haben die Komponenten angeschlossen und sie in den bestehenden Antennenaufbau eingebunden – das hat dank des für alle Sennheiser Systeme zuständigen ASA 3000 Aktivsplitters sowie der daran angeschlossenen AD 3700 Breitband-Richtantennen hervorragend funktioniert. An den ASA 3000 haben wir sowohl die neuen Digital 6000 True-Bit-Diversity-Systeme als auch analoge Geräte aus der Sennheiser 2000er- und der 5000er-Serie angebunden.“

 

Die Situation in Messehalle 20 stellte 2017 insofern eine Herausforderung dar, als das Bühnenbild von voluminösen Containern geprägt wurde, welche mit ihren harten metallischen Oberflächen nicht nur den Schall, sondern auch die Funkwellen abschirmten und reflektierten. 

 

A/B-Vergleich: Noch näher am Original!

Nach der Verkabelung mit dem bereits eingerichteten Sennheiser Antennen-Setup wurden, in Zusammenarbeit mit dem für die Monitormischung verantwortlichen Tontechniker, die Gain-Einstellungen für die digitalen Drahtlossysteme gesetzt, welche zuvor spezifizierte Komponenten aus der Sennheiser 2000er-Serie ablösten. Der Wechsel ging reibungslos vonstatten, da die Kapseln der unterschiedlichen Sennheiser Serien kompatibel sind und auch Neumann Mikrofonköpfe durch das System unterstützt werden. „Wir haben sowohl die mit dem Digital 6000 System gelieferten Kapseln ausprobiert, als auch die aus der 2000er-Serie verfügbaren, bereits länger in Gebrauch befindlichen Köpfe abgeschraubt und sie auf die digitalen Handsender gesetzt“, berichtete Svenja Dunkel. 

 

Der A/B-Vergleich zwischen analoger und digitaler Funkstrecke fiel unüberhörbar zugunsten der neuen Digital 6000 Systeme aus, wie Svenja Dunkel, Tom Haubrich und der Monitortechniker übereinstimmend erklärten. Die Tonspezialisten wählten Begriffe wie „höhere Auflösung“, „klarer“ und „brillanter“, wobei sich die Brillanz laut Svenja Dunkel keineswegs in Form harscher Höhenanteile bemerkbar machte. Der Sound wurde von Tom Haubrich mit „direkter“ umschrieben, wofür der Tontechniker unter anderem den Wegfall des bei analogen Funkstrecken unumgänglichen Kompanders verantwortlich machte. Sennheisers Versprechen einer „kompromisslosen Audioqualität“ für den proprietären SeDAC-Audiocodec wurde beim ECHO 2017 klar vernehmbar mit einer neuen Klangdimension eingelöst.

Da exakt dieselben Kapseln sowohl auf den analogen als auch auf den digitalen Handsendern Verwendung fanden, waren die wahrgenommenen Klangverbesserungen ausschließlich den Eigenschaften der Sendestrecke zuzuschreiben. Die beim ECHO 2017 zum Einsatz kommenden Digital 6000 Systeme wurden in der Dante-Variante von der Black Box Music Veranstaltungstechnik GmbH geliefert. 

 

Übertragungsqualität stets im Blick

Die Sennheiser WSM-Software unterstützt in ihrer aktuellen Version die neuen Digital 6000 Systeme und gewährt einen außerordentlich guten Überblick über die Wireless-Technik, der aufgrund der hohen Zahl der beim ECHO 2017 betriebenen Funkstrecken zwingend erforderlich war: In Summe wurde beim ECHO 2017 auf mehr als 220 Frequenzen gefunkt.

 

Tom Haubrich lobte u. a. zwei Balkenanzeigen auf der Frontseite des EM 6000 Doppelempfängers, welche die Qualität der Audiostreams visualisieren: Die so genannte LQI-Meter („Link Quality Indicator“) nannte Haubrich „einen perfekten Indikator für die Signalqualität“, welcher auf einen Blick Sicherheit vermittelt oder Handlungsbedarf bei den digital arbeitenden Sennheiser Funksystemen signalisiert. „Dieses Ausstattungsmerkmal ist für mich ungemein wichtig, und ich habe es bereits beim Digital 9000 System kennen und schätzen gelernt“, so Haubrich. „Für meinen Job ist der LQI fast die wichtigste Anzeige am Gerät!“

 

Weltpremiere mit Sennheiser Digital 6000

„Sennheiser engagiert sich 2017 bereits zum 14. Mal beim ECHO, und wir freuen uns, dass die Veranstaltung mit einem neuen Konzept erfolgreich in eine vielversprechende Zukunft geführt wird“, erklärte Thomas Holz, Project Manager Touring & Rental | Artists & Engineers. „Das innovative Sennheiser Digital 6000 System hat in einer herausfordernden HF-Umgebung auf ganzer Linie überzeugt – eine absolut gelungene Premiere bei einem der renommiertesten deutschen Musik-Events!“ Svenja Dunkel freute sich über die kantig verkleidete Antenne am unteren Ende des Mikrofonschafts: „Diese Bauform verhindert, dass Künstler die Antenne mit ihren Händen umschließen und dabei die Übertragung beeinträchtigen“, sagte die erfahrene Drahtlosexpertin mit einem Augenzwinkern. „Der SKM 6000 ist weder zu groß noch zu klein – mit seinem herausragend guten Klang sollte er in jedem Umfeld von Musical und Theater über Corporate-Event und Broadcast bis hin zu Rock´n´Roll eine großartige Figur abgeben!“

 

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