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Variable Raumakustik: Individuelle Nachhallzeit für alle

Jeder Raum hat seine ganz eigene Nachhallzeit. Die ist bedingt durch die Architektur, aber auch durch die Oberflächen der verwendeten Materialien und die Möblierung. Selbst das Publikum macht einen Unterschied: Ist ein Saal voll besetzt, wird mehr Schall absorbiert und die Nachhallzeit wird entsprechend kürzer – dieses Phänomen hat wohl jeder schon erlebt, der ab und zu eine Bühne betritt. Bestimmte Klangerlebnisse fordern eine bestimmte Nachhallzeit, um optimal im Ohr des Hörers anzukommen. Mal wird in einem Saal Kammermusik gespielt, mal gibt es Elektro-Beats auf die Ohren, mal einen Vortrag, und, und, und… Je nach Nutzung muss auch die Nachhallzeit eines Raumes jedes Mal entsprechend angepasst werden, damit immer ein perfektes Klangerlebnis gewährleistet ist. Das wird immer öfter nachgefragt, da Räume immer flexibleren Nutzungsansprüchen gerecht werden müssen. 

 

Knackigerer Klang für die Kirche

Ein solches Konzept wurde jüngst in der St. Georgen-Kirche in Wismar umgesetzt. Die monumentale gotische Kirche hat natürlich eine sehr lange Nachhallzeit, bedingt durch die hohen, unverputzten Backsteinmauern, die jeden Ton schier unendlich reflektieren. In der Kirche sollen nun aber nicht mehr nur Chöre auftreten oder Gottesdienste abgehalten werden: Es wird künftig hochkarätig Theater gespielt und Beatles-Coverbands treten auf, es gibt Vorträge zu hören und das NDR Kammerorchester gibt sich die Ehre. Um den unterschiedlichen Klängen gerecht zu werden, wurden nun entsprechend variable Schallabsorber eingebaut.

 

Schallschluckende Vorhänge

Im Kirchenchor und entlang den Seitenschiffen der Kirche wurden insgesamt sechs G-SORBER-Systeme von Gerriets montiert – diese Vorhänge aus speziell entwickeltem Gewebe verfügen über besonders hohe Absorptionswerte. Das Beste: Wie ein Rollo können die bis zu 8,80 m breiten und achteinhalb Meter langen schallschluckenden Vorhänge auf die optimale Länge heruntergelassen werden und verschwinden nach Gebrauch wieder in ihrem Kasten an der Decke. Dabei können auch voreingestellte Programme abgefahren werden. Vor allem bei Konzerten mit elektronischer Verstärkung und bei Vorträgen werden die Akustik-Rollbanner zum Einsatz kommen und stets perfekten Klang gewährleisten.

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