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EXPO 2017: AV Active und Burmester für den Kasachischen Pavillon

Am 9 Juni eröffnete in der kasachischen Hauptstadt Astana die EXPO 2017 mit dem Themenschwerpunkt „Future Energy: Action for Global Sustainability“. Der Pavillon des Gastgeberlandes Kasachstan ist auf dem 3.300 Quadratmeter großen Level 1 von „The Sphere“ – dem zentralen Dreh- und Angelpunkt des EXPO-Geländes in Astana – angesiedelt.

The Sphere ist ein insgesamt acht Stockwerke umfassender kugelrunder Glasbau mit einem Durchmesser von 80 Metern; entworfen von Khuan Chew, der Designerin des weltbekannten Burj Al Arab. Im ersten Stock des insgesamt 26.000 Quadratmeter umfassenden Gebäudes werden Besucher durch die Geschichte und Kultur Kasachstans hin zu den im Land eingesetzten Technologien der Zukunft und deren Auswirkungen auf das Leben im Land geführt. EXPO-gerecht geschieht dies mit einer Fülle an aufwändigen medientechnischen Installationen.

Die Berliner Experten für , AV Active GmbH und Burmester Event- & GmbH, verantworteten im Auftrag von BGL Audiovisual und ACCIONA Production and Design die medientechnische Planung, Realisation und die Gesamtsteuerung des Level 1 der Sphere. Im Februar 2017 wurden AV Active und Burmester hinzugezogen. Beide Firmen realisieren Projekte seit einiger Zeit gemeinsam, um im hochanspruchsvollen -Segment das reibungslose Ineinandergreifen aller Gewerke zu gewährleisten.

Vier komplexe medientechnische Installationen

Das gesamte Level 1 ist mit modernster Medientechnik ausgestattet: Neben zahlreichen Nebenflächen beinhaltet das Level vier große medientechnische Hauptinstallationen:. Die Canopy-Installation – ein Zelt in organischer Form – ist unter anderem Spielort der „Shifting Landscapes“ getauften Installation, die mit 13 Projektoren bespielt wird. Das Canopy selbst wird ab der Höhe von „Shifting Landscapes“ umlaufend und über den Köpfen der Besucher mit 40 PT-RZ970 Projektoren mit verschiedenen Objektiven ( ET DLE030, ET DLE085, ET DLE150) bespielt.

Am Ende des Zeltes befindet sich der sogenannte Golden Cup, der die fortlaufende Projektion eines Exponats bildet. Bespielt wird dieser Bereich ebenfalls von vier Panasonic -Phosphor-Projektoren. „Journey to the Horizon“ lautet das Thema der Projektion, die sich in einem großen Dome befindet. Hier kommen weitere neun Projektoren zum Einsatz. Bei der Fusion Projection Wall handelt es sich um eine auf zwei Achsen gebogene Projektionswand, die mit sechs Projektoren bespielt wird.

Auf die Frage, welche der vier Strukturen am kompliziertesten zu realisieren war, antworten AV Active Geschäftsführer Benjamin Brostian und Burmester-Geschäftsführer Nik Burmester unisono: „Ganz klar, Canopy und der integrierte Shifting-Landscapes-Bereich!“ Die Komplexität habe sich daraus ergeben, dass trotz der verschiedenen Winkel, Strukturen und Formen, die Projektionsfläche größtmöglich bespielt werden sollte. Dabei sei das Team von AV Active und Burmester in der Positionierung der Projektoren aufgrund der Zeltkonstruktion selbst, diversen statischen Vorgaben und einer teilweise bereits existierenden Planung, in die man habe einsteigen müssen, sehr eingeschränkt gewesen. Dennoch sollten ein homogener Lichtverlauf und annähernd identische Pixelmaße gewährleistet werden.

„Hierfür haben wir mit Ultra-Short-Throw-Optiken gearbeitet, die das Bild über einen Umlenkspiegel projizieren“, erläutert Brostian das Vorgehen. „Diese Objektive machen das Einrichten einer Projektion zwar anspruchsvoller, da sie in den Randbereichen weichzeichnen und etwas verzerren, gewährleisten dafür aber eine größere Bildbreite bei geringerem Projektionsabstand.“

Als AV Active und Burmester Anfang 2017 in das Projekt einstiegen, waren die Planungen für die Gestaltung der verschiedenen Elemente auf dem Level 1 der Sphere bereits weitestgehend abgeschlossen. Dem Team oblag anschließend die schwierige Aufgabe, die verschiedenen Planungen auf Funktionalität und Machbarkeit zu prüfen, Schwierigkeiten zu antizipieren und dafür Lösungsansätze zu bieten sowie der Medienproduktion beratend zur Seite zu stehen. Die Erstellung von Produktionsvorlagen, die Überarbeitung der 3-D Modelle und sogenannte UV Maps waren Voraussetzung für die Medienproduktion. Es galt die Kommunikation mit allen beteiligten Gewerken zu bündeln sowie sämtliche Daten- und Planungsstände miteinander abzugleichen, um ein funktionsfähiges Gesamtkonstrukt zu gewährleisten. AV Active und Burmester zeigten darüber hinaus die Vor- und Nachteile der verschiedenen in Frage kommenden Produktionsabläufe auf und unterstützten bei der Entscheidungsfindung.
 

Entwicklung der Gesamtsteuerung für alle licht- und medientechnischen Elemente

„Die Rahmenbedingungen waren von Auftraggeberseite vorgegeben. Wir waren für die Fachplanung, Erstellung der Produktionsvorlagen, die medienserverseitige Einrichtung und Programmierung sowie für das finale Warpen aller Projektionen verantwortlich“, beschreibt Burmester die komplexe Aufgabe. „Trotz der noch laufenden Rohbauarbeiten standen die vier großen Strukturen des Levels – Canopy, Journey to the Horizon, Golden Cup und Fusion Projection Wall – im Fokus unserer Arbeit.“

Darüber hinaus entwickelten die Experten von AV Active und Burmester eine zentrale Steuerung, die insgesamt 59 Projektoren, 72 Samsung-Displays, 52 interaktive PCs, zwölf Pandoras Box Quad Pro, einen Pandoras Box Dual Pro, zwei Pandoras Box Quad Server Pro, einen Pandoras Box Dual Server Pro, zwei Pandoras Box Compact Dual, zwei Pandoras Box Compact Single und mehrere Lichtinstallationen kontrolliert und verwaltet. Die Steuerung erlaubt einen Remote-Zugriff sowie das direkte Kontrollieren, Starten, Stoppen . einer Installation.

„Um zu diesem Endergebnis zu kommen, sichtete unser Team zunächst alle gelieferten Informationen wie CAD-, - und Gerätepläne und prüfte diese auf Stimmigkeit“, erläutert Nik Burmester das Vorgehen. „Anschließend war es unsere Aufgabe, alle Beteiligten auf den von uns validierten gemeinsamen Planungsstand zu bringen. Danach ging es an die Detailplanung der einzelnen Strukturen von The Sphere. Eine Vorbesichtigung ermöglichte uns den finalen Proof of Concept. Über die gesamte Zeit hinweg, kontrollierten wir das Timing und die Kommunikation aller Gewerke, um Meilensteine in diesem Mammut-Projekt mit so vielen Beteiligten fristgerecht erreichen zu können.“

„Das Projekt hat uns gezeigt, dass die kooperativen Strukturen zwischen Burmester und AV Active genau das leisten, was wir uns als Resultat gewünscht haben. Wir sind stolz, ein derart umfassendes Projekt von der ersten Anfrage bis zur Dokumentationsübergabe unter einem umgesetzt zu haben“, sagt Brostian abschließend.

Die EXPO 2017 geht bis zum 10. September 2017. Wie bei Weltausstellungen üblich, werden danach einige Pavillons stehen bleiben und eine Umnutzung erfahren. The Sphere gehört als Mittelpunkt der EXPO 2017 natürlich dazu und dürfte sich in kürzester Zeit zu einem Wahrzeichen Astanas entwickeln.

 

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